So läuft's
Der Start befindet sich direkt am Grünen See von Tragöß, in der Nähe des Gasthofes Seehof (776 m Seehöhe). Nach einer leicht kupierten Runde auf Waldboden zum Aufwärmen rund um dieses smaragdgrün schillernde einzigartige Naturjuwel steigt es auf Asphalt relativ heftig an, ehe die Laufstrecke in einer Linkskehre geradeaus auf dem Wanderweg 832 im Wald weiter führt, erst bergauf, danach leicht bergab bis zur Pfarreralm (883 m Seehöhe). Von dort entlang der Forststraße, den Parkplatz rechts liegen lassen und danach scharf rechts. Ein Schranken (am Wettkampftag geöffnet) markiert den Beginn der Russenstraße, die hinauf auf die Sonnschienalm mit einer verwirrend anmutenden Ansammlung von Hütten führt. In der leichten Senke, ca. 400 m entfernt, steht ganz hinten die Sonnschienhütte (1523 m Seehöhe / nach ca. 11,5 Lauf-km / GPS 15°02’20,8“ + 47°35’10,7“), die erste potenzielle Labestation.
Ab hier folgt man den alpinen Weitwanderwegen 801 / 805 bis zum Ziel in Seewiesen (GPS 47°37´14,6´´ + 15°16´14,8´´).
Nach der Sonnschienhütte geht es richtig genussvoll in einem leichten Auf und Ab auf der Forststraße – links unten ruht der verträumte Sackwiesensee – über die idyllische Sackwiesenalm zur Häuselalm (1528 m Seehöhe / nach 15,9 Lauf-km / GPS 15°04’33,4“ + 47°35´21,9´´), unserer zweiten Labestation. Bis hierher – und nicht weiter – können geländegängige PKW fahren.
Ab jetzt wird es wirklich deftig, sind hinauf durch den Häusltrog und durch die Latschen der Hundsböden Kondition, aber vor allem Konzentration und Trittsicherheit gefragt. Erst am Beginn des großen Speikbodens kann man kurz durchschnaufen, ehe dich der Anstieg zum Rauchtalsattel (2110 m Seehöhe) wieder voll fordert. Weiter geht’s entlang der Nordseite des Zagelkogels (2255 m Seehöhe) und leicht hinunter zum nächsten markanten Punkt, dem sehr auffällig gelb-rot gefärbten Fleischer-Biwak (2153 m Seehöhe). Nach einer kurzen ebenen Passage zum Luftholen und Kräfte sammeln gibt`s jetzt zwei Strecken-Versionen.
Version „Original“: Bei Schönwetter beginnt der sehr steile Anstieg auf den Hochschwab-Gipfel (nach 23,2 Lauf-Km / GPS 15°08´32,9´´ + 47°37´05,9´´), dem mit 2278 m höchsten Punkt dieses Abenteuer-Trails. Wegstrecke vom Start am Grünen See bis zum Gipfelkreuz: rund 23 km!
Version „Schlechtwetter“: Nur bei äußerst schlechten Witterungsverhältnissen, insbesondere bei Nebel oder Sturm, wird nicht über den Gipfel gelaufen, sondern entlang der Schwab’nleit’n. Diese Variante ist nur 237 m / 40 Höhenmeter kürzer – aber entscheidend sicherer – als der Lauf über den Hochschwab-Gipfel.
Sollte dieser Fall eintreten, wirst du darüber so rasch wie möglich informiert. Entweder bei der Läuferbesprechung oder entlang der Strecke von einem Offiziellen bzw. Bergretter.
Vom Gipfel aus liegt die 3. Labestation, das nach modernen ökologischen Richtlinien im Jahr 1996 neu errichtete Schiestlhaus (2153 m Seehöhe / nach 24 Lauf-km), etwas mehr als 100 Höhenmeter unterhalb zu Füßen. Der Weg dorthin führt über den Kleinen Schwab’n ziemlich steil hinunter. Beim Schiestlhaus stehen dann 24 Lauf-km auf dem persönlichen Tacho.
Ab jetzt geht’s – mehr oder weniger rasant – nur mehr bergab, bis auf den einen oder anderen „Schupf’n“.
Vom Schiestlhaus geht’s erst relativ eben bzw. leicht kupiert in Richtung Osten vorbei an der Tafel Rotgangboden, ehe man nach Süden zum sehr steilen, aus nacktem Fels bestehenden Graf-Meran-Steig abzweigt. Auf diesem Teilstück hinunter zur Abzweigung Trawiessattel (1750 m Seehöhe), die wir rechts liegen lassen, ist höchste Konzentration und Vorsicht geboten! Hier lautet die Devise: Langsamer ist schneller – und viel sicherer!
Es geht weiter nach Osten in der Oberen Dullwitz über sanft kupiertes Gelände leicht bergab, wo man sich kurz erholen kann. Wenn man will, lockt jetzt rechter Hand die Voisthalerhütte (1654 m Seehöhe / nach 27,8 Lauf-km) als Labestation Nummer 4. Ein Pfad aus grobem Schotter führt steil bergab in den flachen Höllboden. An dessen Ende führt der Weg noch einmal kurz bergauf in einen Sattel zum Franzosenkreuz (1450 m Seehöhe). Von hier sind es nur mehr 5,7 km bis ins Ziel.
Es geht hinunter zum Kuhboden und von dort mäßig steil hinunter durch einen dichten Lärchenhain zur bewirtschafteten Florlhütte (1295 m Seehöhe / nach 30,4 Lauf-km) als 5. und letzte Labestation, der letzten Hütte vor dem Ziel, das ab hier 4,6 km entfernt liegt. Nun wartet ein etwa 1 km langer steiler Geröll-Abhang, der in einem Waldstück ausläuft und hinunter ins Seetal führt. Man gelangt auf einen Forstweg, der eben hinaus in Richtung Ziel führt.
ACHTUNG: Einige Meter vor dem Ziel beim Seeberghof muss die viel befahrene Seeberg-Bundesstraße überquert werden. Dann ist es vollbracht, du hast das Hochschwab-Massiv überquert – und dabei 35 km Abenteuer zurückgelegt. Gratulation!
Der Gipfel-Sturm 11.800 m / 1.400 Hm „auffi“ !
Der Start befindet sich rund 150 m westlich des Parkplatzes vom Hotel-Restaurant Seeberghof an der Einmündung eines Fahrweges. Vom Start bis zum Ziel, dem Gipfelkreuz auf dem Hochschwab-Gipfel (2278 Seehöhe), verläuft die Laufstrecke entlang der beiden alpinen Weitwanderwegen 801 / 805.
Vom Start weg verläuft die Strecke zunächst leicht fallend und dann eben hinein bis zu einem Wegschranken (am Wettkampftag geöffnet!). Weiter am linken (südlichen) Rand einer Wiese, durch ein kurzes Waldstück leicht kupiert bis zum so genannten Lettanger (Tafel 1054 m). Dort verlassen wir den Fahrweg, wenden uns leicht nach links einem Steig folgend und bald aufsteigend der Florlhütte (1295 m Seehöhe / 4,6 Lauf-km) zu, der ersten Labestation. Etwa 1 km geht es steil bergauf, bevor wir unmittelbar vor der Hütte den Wald wieder verlassen.
Nach der Florlhütte geht es zunächst mäßig steil durch einen lichten Lärchenhain bis zum Kuhboden (5,3 Lauf-km) und von dort ansteigend hinauf zum Franzosenkreuz (1450 m Seehöhe / 5,7 Lauf-km). Gleich nach dem Franzosenkreuz auch der erste Blick auf die noch weit entfernte Voisthaler Hütte. Vom Franzosenkreuz steigt man 75 Hm in den Höllboden ab und von diesem zunächst mäßig, dann immer steiler durch das Voisthalergassl zur Voisthalerhütte (1654 m Seehöhe / nach 7,2 Lauf-km), der 2. Labestation auf.
Über leicht kupiertes Gelände durch die Obere Dullwitz gelangt man zur Abzweigung Trawiessattel (8,7 Lauf-km), die wir links liegen lassen und nun den steilen Aufstieg über den Graf-Meran-Steig in Richtung Schiestlhaus und Hochschwab-Gipfel in Angriff nehmen. Bei der Markierung 2000 m ist das Ärgste geschafft und kurz vor der Tafel Rotgangboden wird man bereit mit einem ersten Blick auf den noch fernen Hochschwab-Gipfel belohnt. Nach 10,9 Lauf-km ist mit dem Schiestlhaus auf 2153 m Seehöhe auch die 3. Labestelle erreicht.
Nun ist es nur mehr ein Katzensprung über den kleinen Schwaben hinauf bis zum heiß ersehnten Ziel, dem Gipfel des Hochschwabs (2278 m Seehöhe / 11,8 Lauf-km). Gratulation, jetzt hast du den Gipfel-Sturm geschafft!
ACHTUNG: Bei äußerst schlechten Witterungsverhältnissen, insbesondere bei Nebel oder Sturm ist das Ziel das Schiestlhaus!
Sollte dieser Fall eintreten, wirst du darüber so rasch wie möglich informiert. Entweder bei der Läuferbesprechung oder entlang der Strecke von einem Offiziellen bzw. Bergretter.



